A_LAIFE Abschlussveranstaltung am 5. Dezember 2013


Das Projekt A_LAIFE , eine Initiative des Beschäftigungspaktes Tirol, stellte ältere ArbeitnehmerInnen in den Mittelpunkt und wurde im Bezirk Landeck im Zeitraum von Jänner 2012 bis Dezember 2013 durchgeführt. Bei der Abschlussveranstaltung am Donnerstag, 5. Dezember 2013 im LANTech wurden die 14 am Projekt teilnehmenden Unternehmen von LR Mag. Johannes Tratter (Land Tirol), Präsident Erwin Zangerl  (AK Tirol), stv.-LGFin Mag.a Platzer-Werlberger (AMS) und Bezirksobmann Anton Prantauer (WK Landeck)ausgezeichnet.

Projektinhalt
Die Altersstruktur der Bevölkerung und die damit verbundene Beschäftigungsstruktur wird sich in Tirol stark verändern – besonders im Bezirk Landeck: Laut einer Studie wird die Zahl der Erwerbstätigen hier bis 2031 um 15% sinken. 

Die Rahmenbedingungen für ältere ArbeitnehmerInnen zu verbessern und vor allem herauszufinden, welche Rahmenbedingungen ältere ArbeitnehmerInnen benötigen, um sich im Job länger wohl zu fühlen und um auf gesunder Basis zu arbeiten, war daher das Ziel von A_LAIFE (Arbeitsbewältigungsfähigkeit: LAndecks Integratives Früh-Erkennungs-Netzwerk).

298 MitarbeiterInnen (138 Frauen und 160 Männer) aus 14 Unternehmen des Bezirks Landecks nahmen am Projekt teil.

Projektverlauf
Angewandt wurden im Projekt die bewährten finnischen Methoden des sogenannten „Arbeitsbewältigungs-Indexes“ (AB-I) und des „Arbeitsbewältigungs-Coachings“ (AB-C). Mittels standardisiertem Fragebogen wurde der individuelle AB-I der 298 TeilnehmerInnen ermittelt. Dieser Index zeigt frühzeitig an, ob Arbeitsanforderungen an die MitarbeiterInnen angepasst sind und den persönliche Kompetenzen entsprechen. Unmittelbar nach Ermittlung des AB-I folgte für die TeilnehmerInnen ein persönliches „Arbeitsbewältigungs-Coaching“ (AB-C). Im Mittelpunkt standen dabei Denkanstöße und mögliche Maßnahmen, wie die eigene Arbeitsbewältigungsfähigkeit erhalten und verbessert werden kann und inwieweit der Arbeitgeber hier Unterstützung bieten kann.

Stark eingebunden wurden im Projekt daher nicht nur die ArbeitnehmerInnen sondern auch die Führungskräfte der teilnehmenden Unternehmen. In Workshops analysierten sie die Ergebnisse der AB-I und AB-C und erarbeiteten für ihre MitarbeiterInnen Unterstützungsmaßnahmen, die in vielen Fällen sofort umgesetzt werden konnten: Arbeitsabläufe der ArbeitnehmerInnen wurden da angepasst, Gesundheitsprojekte eingeführt und mögliche weitere Hilfestellungen für die ArbeitnehmerInnen in einem ersten Schritt arbeitsmedizinisch überprüft.

Bereiche, in denen das Unternehmen seinen MitarbeiterInnen bislang selbst keine Unterstützung anbieten kann, wurden festgehalten und der entsprechende Bedarf an außerbetrieblicher Förderung und Unterstützung an lokale AkteurInnen formuliert. Besonders auffallend war hier der Weiterbildungsbedarf von Unternehmen hinsichtlich psychischer und physischer Gesundheitsförderung von MitarbeiterInnen sowie der Informationsbedarf von Führungskräften und MitarbeiterInnen über bereits bestehende gesundheitsfördernde Angebote.

Die Einzelergebnisse der Unternehmen wurden in Regionalergebnisse  zusammengeführt und unter anderem auch im Arbeitskreis „Wirtschaft, Arbeit und Innovation“ diskutiert.

Umsetzung von Projektergebnissen
Auf den von den Unternehmen formulierten Weiterbildungsbedarf wurde umgehend reagiert und ein Schulungsprogramm ausgearbeitet, das im Herbst 2013 umgesetzt wurde. In Summe wurden 16 gesundheitsfördernde Schulungen durchgeführt, an denen 134 MitarbeiterInnen von 7 Unternehmen teilgenommen haben. Die Schulungen konnten für die TeilnehmerInnen kostenfrei angeboten werden, da die Finanzierung durch das Projekt A_LAIFE erfolgte. Um den formulierten Informationsbedarf entgegenzuwirken wurde ein Folgeprojekt ausgearbeitet, dass mit 1. Jänner 2014 starten wird. Ziel dieses Folgeprojekts „A_LAIFE 2020“ ist der Aufbau einer regionalen thematischen Informations-Drehscheibe sowie die Verstärkung der Unternehmens-Vernetzung in betrieblichen Gesundheitsfragen. Ebenso werden mit „A_LAIFE 2020“ wieder gesundheitsfördernde Schulungen angeboten werden und die 2013 gestartete Sensibilisierungskampagne – bisher wurden 8 Sensibilisierungsinserate in regionalen Medien geschalten – fortgeführt werden.

Abschlussveranstaltung am 5. Dezember 2013

„Der Erfolg des Projektes liegt in der guten Kooperation aller Beteiligten. Diese Zusammenarbeit hat sich bewährt, da überregionale Aspekte mit regionalen Bedürfnissen verknüpft werden konnten“, zieht Arbeitslandesrat Johannes Tratter eine positive Bilanz bei der Abschlussveranstaltung und ergänzt: „Der Beschäftigungspakt Tirol, in dem das Land, das AMS und die Sozialpartner vertreten sind, erweist sich als praxisgerechte Koordinationseinrichtung zur erfolgreichen Vernetzung unterschiedlicher Strategien und Aktivitäten.“ 

Die an A_LAIFE teilnehmenden Unternehmen aus dem Bezirk Landeck wurde im Anschluss für ihren Weitblick und ihren Einsatz für ältere ArbeitnehmerInnen von den ProjektpartnerInnen LR Mag. Johannes Tratter (Land Tirol), Präsident Erwin Zangerl  (AK Tirol), stv.-LGFin Mag.a Platzer-Werlberger (AMS) und Bezirksobmann Anton Prantauer (WK Landeck) geehrt und mit einer Urkunde des Landes Tirol ausgezeichnet. Die größte Auszeichnung für die Unternehmen sind aber sicherlich ihre MitarbeiterInnen, die an attraktiven Arbeitsplätzen gesund bleiben und sich wohl fühlen und dem Betrieb so möglichst lange mit all ihrem Können und Wissen gerne zur Verfügung stehen.

Filmbericht zur Abschlussveranstaltung

Nähere Informationen zu A_LAIFE finden Sie hier.

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