Fachtagung "AusBildung bis 18" - Dokumentation online


Das Interesse war enorm, die Warteliste für die Fachtagung lang. Man merkt, dass das Ausbildungspflichtgesetz in Kraft ist und mit Ende des Schuljahres 2017 die ersten Jugendlichen, die ihre Pflichtschulzeit absolviert haben, davon betroffen sind. Rund 100 TeilnehmerInnen vorwiegend aus Institutionen, die bei der Umsetzung der AusBildung bis 18 involviert sind, nahmen Mitte Juni an der Fachtagung „Ausbildung bis 18“ teil.

Die AusBildung bis 18 hat zum Ziel, dass ganz automatisch und frühzeitig von allen Seiten darüber nachgedacht werden soll, welchen Ausbildungsweg Jugendliche bis zur Volljährigkeit einschlagen. Die Frage, ob nach der Pflichtschulzeit von den Jugendlichen überhaupt noch eine weiterführende Ausbildung verfolgt wird, stellt sich damit gar nicht mehr. Eine Ausbildung bis zum Alter von mindestens 18 Jahren wird so zur Selbstverständlichkeit und Norm in Österreich.

Das Ausbildungspflichtgesetz ist seit August 2016 in Kraft und findet mit Juli 2017 nun österreichweit Anwendung. Gerade ein Jahr war für die Bundesländer Zeit, um für die Umsetzung der AusBildung bis 18 alles vorzubereiten und entsprechende Strukturen, wie unter anderem die Errichtung einer Koordinierungsstelle (KOST) in jedem Bundesland aufzubauen. In Tirol ist die KOST in der amg-tirol angesiedelt und wird vom Sozialministeriumservice finanziert.

Dass es gelungen ist, in so kurzer Zeit die Koordinierungsstelle in Tirol zu errichten, führt amg-Geschäftsführerin Maria Steibl auf die langjährigen Initiativen des Beschäftigungspakts Tirol zurück. Bereits seit Jahren werde im Rahmen des Paktes daran gearbeitet, ein System in Tirol zu etablieren, das ausgrenzungsgefährdete Jugendliche auffangen soll. Diese Arbeiten lieferten für die AusBildung bis 18 eine ausgezeichnete Basis in Tirol, bestätigt auch  Angelika Alp-Hoskowetz, die Landessstellenleiterin des Sozialministeriumservice Tirol (SMS).

Involviert sind bei der Umsetzung der AusBildung bis 18 neben amg-tirol und SMS jedoch noch etliche andere PartnerInnen, wie Jugendcoaching, Landesschulrat, Schulen, Jugendeinrichtungen, etc.

Auf der Fachtagung wurde seitens der KOST Tirol ein genauer Blick darauf geworfen, wie die zukünftige Zusammenarbeit dieses PartnerInnennetzwerks aussehen kann. Hierzu wurde mit Fallbeispielen gearbeitet, die veranschaulichten, wie die Institutionen im Dienste von Jugendlichen, die die AusBildung bis 18 nicht erfüllen und daher Unterstützungsangebote benötigen, kooperieren.

Darüber hinaus präsentierte Sonja Schmöckel vom Sozialministerium die neuesten Details, Anpassungen und Entwicklungen rund um die AusBildung bis 18.


Die Präsentation sowie die Gesamtdokumentation der Fachtagung stehen nun als Downloads zur Verfügung.

Präsentation Schmöckel "Ausbildung bis 18 - jetzt gehts los! (pdf

Dokumentation der Fachtagung (pdf)

Weitere Informationen zur AusBildung bis 18 finden Sie hier

Persönliche Anfragen zur AusBildung bis 18 können so telefonisch von Montag bis Donnerstag von 9:00 – 16:00 Uhr und am Freitag von 9.00 – 12:00 Uhr unter der Telefonnummer 0664 / 883 297 65 direkt und unkompliziert geklärt werden.