Europäischer Sozialfonds

Die amg-tirol unterstützt die in der Abteilung Gesellschaft und Arbeit des Landes Tirol angesiedelte Zwischengeschaltete Stelle (ZwiSt) auf inhaltlicher und technischer Ebene bei der Umsetzung der ESF-Strategie Tirol 2020 (link). Zur Förderung der sozialen Inklusion und der Bekämpfung von Armut und Diskriminierung stehen in Tirol in der aktuellen ESF-Strukturfondsperiode 2014-2020 ESF-Mittel in Höhe von 8,7 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Verwendung der ESF-Mittel ist bei der Umsetzung von Maßnahmen und Projekten jeweils eine nationale Ko-Finanzierung von 50% erforderlich.

Der inhaltliche Rahmen für die Maßnahmen- und Projektumsetzung wird durch die ESF-Strategie Tirol 2020 vorgegeben. Dieses Strategiepapier wurde in Umsetzung des Partnerschaftsprinzips unter breiter Einbindung von unterschiedlichen SystempartnerInnen und VertreterInnen der Zivilgesellschaft erarbeitet. Der Strategieentwicklungsprozess wurde im Auftrag des Landes Tirol von der amg-tirol koordiniert. Unter Berücksichtigung der in Tirol bereits bestehenden Unterstützungsstrukturen und -angebote sind im Zeitraum 2014-2020 Aktivitäten in den folgenden 10 Handlungsfeldern möglich:

  • Handlungsfeld A: Heranführung und Arbeitsmarktintegration von anerkannten Flüchtlingen, subsidiär Schutzberechtigten, AsylwerberInnen und MigrantInnen
  • Handlungsfeld B: Heranführung und Arbeitsmarktintegration von Personen mit längeren Zeiten der Nichtbeschäftigung
  • Handlungsfeld C: Niederschwelliges Beschäftigungsangebot am 2. Arbeitsmarkt
  • Handlungsfeld D: Niederschwellige Angebote für NEET-Jugendliche
  • Handlungsfeld E: Lehrausbildung minderjähriger Flüchtlinge, AsylwerberInnen
  • Handlungsfeld F: Elternbildung und Entwicklungsförderung
  • Handlungsfeld G: Frühkindliche Sprachförderung
  • Handlungsfeld H: Frühkindliche Förderung von sozialen, technischen und naturwissenschaftlichen Interessen
  • Handlungsfeld I: Beratung und Betreuung von Working Poor mit existenziellen oder multiplen Problemlagen
  • Handlungsfeld J: Bewusstseinsbildung und Förderung von berufsbezogener Aus- und Weiterbildung

Die Entscheidung darüber, in welchen dieser Handlungsfelder Maßnahmen umgesetzt werden, obliegt - in Abstimmung mit den politisch verantwortlichen Mitgliedern der Tiroler Landesregierung - dem Land Tirol als ZwiSt sowie dem jeweiligen nationalen Ko-Finanzier, wobei die arbeitsmarktpolitische Dringlichkeit sowie die finanziellen Möglichkeiten maßgeblich sind.

Für alle Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse sind die einschlägigen europäischen und nationalen Vorgaben und Kriterien verbindlich anzuwenden. Zu den rechtlichen Rahmenbedingungen zählen insbesondere die ESF-Verordnungen Nr. 1304/2013 und Nr. 1303/2013 sowie das Operationelle Programm Beschäftigung Österreich 2014-2020 (link). Die wichtigsten Dokumente sowie der geltende rechtliche Rahmen sind auf der österreichischen Homepage des ESF online abrufbar (link).

Besonders hinweisen möchten wir auf den ESF-Newsletter (link), mit dem sich interessierte Personen und potenzielle MaßnahmenträgerInnen über aktuelle Aktivitäten, Calls und Ausschreibungen informieren können.

Kontakt